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Hintergrundsound: Zebrasommerwind - "Es führt über den Main ....." Workshop Revitaliesierung des Küchengartens Schloss Eutin (Schleswig Holstein) Pflanzaktion "Errichten eines lebenden Zauns" aus verschiedenen Gehölzarten.
Nass und kalt - das richtige Pflanzwetter. - Bildmitte Dietmar Nass, Abteilungsleitung Vegetationstechnik Norddeutsche Fachschule für Gartenbau. Dank seiner Kompetenz und seiner zupackenden Art konnte das Unternehmen trotz schwieriger Verhältnisse zu Ende gebracht werden.
Hinter Dietmar Nass Dr. Lutz Werner von Förderverein Schloss Eutin. Auch er scheut sich nicht kräftig mit anzupacken. Alle Bilder von Anja Ickrath vom Planungsbüro Franz aus Leipzig

      27.03.2010   - Schloss Eutin -              mit Unterstützung der Bundesstiftung Umwelt (DBU) www.dbu.de fandt ein Workshop statt. Thema: "Wiederherstellung des historischen Wassersysthems sowie Wiedergewinnung und Bepflanzung verloren gegangener Gartenbereiche / Anzucht von Formobst und eines "lebenden Zaunes".   Das Landschaftsarchitekturbüro Franz aus Leipzig www.la-franz.de sowie die Geschäftsführerin  der Stiftung Schloss Eutin Frau Dr. Juliane Moser www.schloss-eutin.de haben mich eingeladen zusammen mit interessierten Bürgern der Stadt den "lebenden Zaun" sowie einige "lebende Stühle"  an zu pflanzen. Ein von mir fertig geformter Stuhl im Container wurde von der Firma Wöhrlein angeliefert. 

 

(Aus der Informationsschrift für die Teilnehmer)

Thema des Workshops in Eutin: „Bauen mit lebenden Gehölzen“.

Maßnahme: Errichtung eines „lebenden Zaunes“ und Pflanzen von „lebenden Gartenmöbeln“.

Tradition hat die Abgrenzungen von Nutzgartenbereiche mit kreuzweise gezogenen Gehölzen um Vieh und andere unerwünschten Besucher abzuhalten.

In der Literatur werden lebende Bauwerke und lebende Häuser erwähnt:

in den Schriften Emanuel Swedenborgs (1688 - 1772)

und Jakob Lorbers (1842).

Artur Wiechula veröffentlicht sein Buch; „wachsende Häuser aus lebenden Pflanzen entstehend“ (1926).

Neuere deutschsprachige Literatur: „Naturbauten“ von Konstantin Kirsch und

“Wir pflanzen eine Laube“ von Hermann Fritz Block.

Bekannt ist: die Verwendung von Weidensteckhölzern zu baulichen Zwecken, z. B. zu lebenden Weidentunnel Weidentippies, Zäunen und ähnliches (Weidendom).

Vorteil: Kostengünstig weil keine mehrjährige Anzucht der Gehölze, Bauwerk schnell fertig und Nutzbar.

Nachteil:  1.  schnelles Altern, kurze Lebensdauer.

2.  das Holz ist minderwertig, hat kaum Brennwert, als Bauholz ungeeignet.

3.  Verwachsungsvermögen gering.

4.  Weidenholz bricht leicht, daher wenig belastbar.

 

Wenig bekannt ist: die Verwendung stammbildender heimischer Gehölzarten zu baulichen Zwecken.

Vorteil: 

1.  große Vielfalt durch Verschiedenheiten an Form und Farbe von Laub, Rinde, Habitus und Wuchseigenschaften der zur Verwendung geeigneten Pflanzen.

2.  starkes Verwachsungsvermögen,

3.  großkronige Gehölzarten bilden ungewöhnlich stabile und große Holzkörper und Holzkonstruktionen.

4.  Holz- und Brennwert (auch des Schnittgutes) ist größer

5. verschiedene Gehölzarten lassen verschiedene Baukonstruktionen zu

6.  Holzkörper auch nach Vegetation haltbar gemacht weiter nutzbar.

Nachteil: höherer Arbeits- und Zeitaufwand, längere Entstehungsdauer.

Vorteil von bauen mit lebenden Gehölzen gegenüber konventioneller Bauart:

1.      Energiegewinnung statt –verbrauch,

2.      verbessert das Kleinklima, global angewandt das Weltklima

3.      schafft gesunde und befriedigende Arbeitsplätze oder Freizeitbeschäftigungen.

4.      Ressourcen schonend und umweltfreundlich.

Nachteil: höherer Arbeits- und Zeitaufwand, längere Entstehungsdauer.          

 Für: Landschaftsarchiektur Franz, Leipzig                                                                                                                                   Eutin den 27.03.2010   H. F. Block          

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Bei Youtube ist ein kurzer Film vom Hohen Schloss und dem Konzert in der Lindenlaube bei K. Kirsch in Nentershausen hier der Link

 

http://www.youtube.com/watch?v=6AkS3aM7y7w

 

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zwei meiner Stühle im Container habe ich am Freitag den 24.07.2009 in meinem Anhänger nach Nentershausen in den Naturbautenpark am Driesch gefahren. Ich habe sie dem Park geschenkt. Der Hessische Rundfunk hatte erfahren, dass es so etwas  gibt und Kirsch gefragt ob er nicht's Dergleichen hat. Bei meinem letzten Pflegeeinsatz an der Lindenlaube bot ich ihm an mal einen Stuhl bringen zu wollen. Anlässlich des Termins mit dem Hessischen Rundfunk bat er mich ihm einen meiner Stühle zur Verfügung zu stellen. Die Sendung wird am 31.Juli 2009 18:20 h ausgestrahlt. Das die dort gezeigten Stühle von mir sind, wird allerdings nicht erwähnt. 

 

Kontakt

Ich freue mich auf Ihre Anfragen oder Kommentare!

 

Meine Anschrift:

Hermann F. Block

Leopold Kienle Weg 7

87730 Bad Grönenbach

 

Ich bin für Sie erreichbar per E-Mail hermann_block@web.de 

zwischen hermann und block bitte ein Unterstrich setzen

oder telefonisch:

tagsüber: 0831 5243580, ab 17 h: 08334 1604

 

Vom 08. bis 09. August 2009 und im August 2010 sind  im Gelände des "Hohen Schlosses" die "Allgäuer Garten- und Naturtage". Auch ich werde gelegendlich zugegen sein, um interessierten Besuchern die Laubenobjekte zu erklären undTipps und Anregungen geben zu können. 

 

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Mi. 14.11.2006

Nachtrag:

Die Gruppe                          

"Zebra Sommerwind" haben in meiner Lindenlaube beim Forsthhaus Driesch in der Nähe der Ortschaft Nentershausen in Nordhessen ein erstes Konzert veranstaltet. Ca 40 bis 50 Personen haben sich als Zuhörer und Miterleber trotz frischer Witterung eingefunden. Es war sehr Beeindruckend.   

Die Arbeiten an den Lauben sind nun  abgeschlossen. die zur erweiterten Neuauflage des Buches im Ökobuchverlag auch. Herausgabe vermutlich erst Ende August 2008.

 

 

 

 

 

29.12.2009 ein Verlag aus St. Petersburg (BHV) hat im Herbst 2009 die Lizenz für das Buch "Wir pflanzen eine Laube" erworben. Es wird voraussichtlich im Sommer 2010 in russisch erscheinen.

Nachtrag 31.03.2010 gestern erhielt ich zwei Belegexemplare der russischen Ausgabe.

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Auszug aus einem Beitrag in der Zeitschrift "Kraut & Rüben" vom  02.06.2006

 


 


Buchtipp: Bauen mit lebenden Gehölzen

 

Umweltfreundlicher kann ein Bauwerk nicht entstehen, als sie aus Birke, Ahorn oder Buche wachsen zu lassen. Gemeint ist nicht das bekannte Stecken von Weidenruten, sondern die Verwendung heimischer Großgehölze zu Skulpturen in Form von Lauben und Sitzmöbeln.

Wir pflanzen eine Laube

Hermann Fritz Block, der Initiator, Pflanzer und Flechtwerker dieser Objekte beschäftigt sich seit 20 Jahren mit dieser Idee. Seine Erfahrungen hat er in einem Buch niedergeschrieben. Es soll eine Anregung zum Selbermachen sein.

Die Idee ist nicht neu, schon 1919 hat Arthur Wiechula seine umfangreichen Vorstellungen über die Verwendung von lebenden Gehölzen zur Errichtung von Bauwerken publiziert.

Die Praxis zeigt, dass es geht. Ja, es ist möglich aus lebenden Gehölzen nutzbare Räume wachsen zu lassen. Und nicht nur das! Auch Möbelstücke wie Stühle, Tische, Bänke, und Skulpturen aller Art können aus lebenden Gehölzen gezogen werden. Vor allem aber Lauben, Sommerhäuser und dergleichen lassen sich von Jedermann leicht verwirklichen.

Auf 130 Seiten beschreibt der Autor in Wort und Bild, wie einfach es im Grunde ist, sich selbst eine lebendige Laube wachsen zu lassen. Schritt für Schritt wird dargestellt was in den einzelnen Planungs-, Pflanz-, Wachstums- und Entwicklungsphasen zu tun und zu beachten ist.

Nutzen: kann das jedermann, der über ein Grundstück verfügt. Schon gleich nach dem Pflanzen kann der Bäumchenkreis als windgeschützter Platz für Picknick oder Sonnenbaden genutzt werden. Mit jedem Jahr wird es schattiger und ruhiger darin. Schon nach wenigen Jahren ist ein, nach oben geschlossener Raum entstanden.

Übrigens, auch Anhänger, Wohnwagen oder Pferden, Kühe und anderem Getier bietet ein solches Gebäude Schutz vor Sonne, Wind und mit eingehängter Plane auch vor Regen. - Dies alles ohne Baugenehmigung!

Weil von Pflanzen eine positive und stärkende Kraft ausgeht, erscheint eine Eignung auch für therapeutische Zwecke denkbar.

"Wir pflanzen eine Laube - Bauen mit lebenden Gehölzen"

Viele farbige Fotos illustrieren den Text und helfen dem Laien, die Anleitungen zu verstehen

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- In der Novemberausgabe 2006 des Magazins "SELBERMACHEN", erschienen im Jahreszeiten - Verlag Hamburg, wird unter der Rubrik "Garten praktisch" mit vielen Bildern und mit auf das Wesentliche beschränktem Text auf den Seiten 68 bis 70 ausführlich berichtet und eine Anleitung zum Selbermachen gegeben.

Ich gratuliere der Redaktion zu dem gelungenen Artikel.

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22.11.2006. Die Lindenschule in Memmingen plant für das Frühjahr 2007 ein "lebendiges Klassenzimmer" mit den Schülern unter meiner Anleitung zu verwirklichen. Ich werde die Linde als Gehölzart empfehlen. Aktueller Stand (20.03.07): Die Fläche auf der der Raum entstehen soll ist teilweise noch mit alten und jungen Bäumen dicht bestanden. Die Kosten für die Vorbereitung der Fläche (Beseitigung der Gehölze und der Wurzelstubben) und dem Pflanzenmaterial ist höher als erwartet. Die Schulleitung und die Stadtverwaltung suchen nach einer kostengünstigeren Variante. Evtl. sollen Weiden gesteckt werden.

Stand 24,April 07: Der Platz ist vorbereitet. Am Donnerstag wird mit der Hilfe einiger Schüler gepflanzt. Mit Mühe habe ich noch Heister der Sommerlinde (Tilia platyphyllus) ohne Wurzelballen auftreiben können Die vortgeschrittene Vegetation und die ungewöhnliche Trockenheit sind ein Risiko. Die Pflanzen kommen jedoch aus einem Kühlhaus und die Möglichkeit ausreichend zu Wässern besteht auch.

Stand 04.05.07. Am vergangenen Donnerstag wurde gepflanzt. Nach einer Woche sieht es so aus als würden fast alle Gehölze anwachsen.

Stand: 30.12.07. Alle Gehölze sind angewachsen. Einige waren wohl durch äußere Einwirkung nicht mehr in der gepflanzten Flechtordnung und mussten wieder neu ausgerichtet, sowie zu starke Seitentriebe beseitigt werden. Die Innenfläche wurde dick mit Rindenschrot abgedeckt. Ein Förderverein hat sowohl die Kosten für das Rindenschrot und auch die Kosten für die Pflanzen übernommen.

Danke an dieser Stelle.

Stand:30.04.2008. Die Lindenschule Memmingen hat (nicht nur wegen dieses "grünen Klassenzimmers") einen regionalen Umweltpreis gewonnen und ist in der Endauswahl eines überregionalen Wettbewerbs.

 

Nachtrag 24.06,2010 Am 18.06.2010 wurde das "grüne Klassenzimmer" offiziell mit einem Festakt eingeweiht.

Die durch einen Unbekannten herausgeschnittenen Wandteile sind wieder geschlossen. Die entstandenen Lücken wurden von mir und einigen Schülern mit 30 Heistern im April wieder geschlossen. Anfang Juni waren die meisten Gehölze angewachsne und in das Wandgeflecht integriert.   

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